Dr. Kurt Johannes Schmieg

Praxis für Innere Medizin, Kardiologie, Sportmedizin, DDG Diabetologie


Diabetologie

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet. Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Diabetes.


In Europa gibt es rund 50 Millionen Diabetiker. Deutschland hat mit rund 12 % der 20-79-jährigen den höchsten Anteil. Die Mehrzahl sind so genannte Typ-2-Diabetiker. Ungesunde Ernährung und zuwenig Bewegung führen zu einer ungesunden Lebensweise. Übergewicht ist hier der entscheidende Risikofaktor. Andererseits führt die gestiegene Lebenserwartung zu einer Zunahme diagnostizierter Typ-2-Diabetiker. Generell steigt die Wahrscheinlichkeit einer Diabeteserkrankung mit dem Alter.

Typen

Der Typ-1-Diabetes beginnt oft in der Jugend. Bei diesem Typ sind die Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, die das Hormon Insulin bilden. Insulin ist notwendig, damit der Zucker aus unserer Nahrung verarbeitet werden kann. Bei reduzierter oder fehlender Insulinproduktion verbleibt der Zucker im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt.

 

Der Typ-2-Diabetes war früher als sogenannter „Altersdiabetes“ bekannt, mittlerweile sind aber auch verstärkt jüngere Altersgruppen betroffen. Bei diesem Typ stellt die Bauchspeicheldrüse meist ausreichend Insulin her, die Zellen zur Verarbeitung des Blutzuckers reagieren jedoch zunehmend unempfindlicher auf das Hormon. Der Typ-2-Diabetes kann zunächst ohne erkennbare Symptome verlaufen und wird oft erst durch die oben angeführten Spätschäden erkannt.

 

Typ-1-Diabetiker müssen zwingend regelmäßig Insulin substituieren.

 

Typ-2-Diabetiker können dagegen zu Beginn der Erkrankung viel bewirken, indem sie ihren Lebensstil ändern: Ausreichend Bewegung, ein normales Gewicht und eine ausgewogene Ernährung tragen dazu bei, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Ist der Typ-2-Diabetes weiter fortgeschritten, müssen Medikamente oder auch Insulinspritzen dabei helfen, den Blutzucker zu regulieren und normalisieren.


Typische Beschwerden bei Diabetes mellitus

  • Starker Durst
  • Mattigkeit, Abgeschlagenheit
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Juckreiz
  • Heißhunger
  • Sehstörungen
  • Anfälligkeit für Infekte

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefäße und führt ohne eine geeignete Therapie zu Spätschäden.

Mögliche Spätfolgen

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Durchblutungsstörungen
  • Veränderungen der Netzhaut
  • Störungen der Nierenfunktion
  • Wundheilungsstörungen

Entscheidend für die Vorbeugung dieser Spätschäden ist eine sorgfältige Blutzuckereinstellung. Wenn Sie als Patientin oder Patient außerdem auf Ihre Ernährung und ausreichend Bewegung achten und Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren, können Sie auch mit der Diagnose eines Diabetes mellitus ein beschwerdefreies Leben führen und Folgeschäden nachhaltig vermeiden.


Menschen mit Diabetes leiden häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Da Diabetes auch die einwandfreien Funktionen von Herz und Blutkreislauf in Mitleidenschaft zieht, sind Herzinfarkte und Schlaganfälle für etwa drei Viertel der Todesfälle von Diabetes-Patienten verantwortlich, vor allem bei Diabetes Typ-2.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Störungen des Glukosestoffwechsels fördern sich gegenseitig. Die Deutsche Diabetes-Hilfe (DiabetesDE) riet anlässlich des Weltherztags am 29. September 2017 deshalb herzkranken Menschen, sich auf eine mögliche Diabetes und Menschen mit Diabetes auf mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen zu lassen.

Professor Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe, Vorsitzender der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ (DHD) in der Deutschen Diabetes-Stiftung konstatiert, dass bei Patienten mit Typ-2-Diabetes eine Herzinsuffizienz über den bisher angenommenen 40 Prozent liege und auch das Vorhofflimmern ein relevanter prognostischer Faktor sei.

Menschen mit Diabetes mellitus sollten regelmäßig ihre Blutfettwerte und ihren Blutdruck kontrollieren lassen. Entscheidend ist die rechtzeitige Diagnose.

(Quelle: Pressemitteilung diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, 29.09.2017)


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